100 Jahre Kirche St. Wendalinus Hirschfeld


Am 26. April feierte die Gemeinde mit großer Freude das 100‑jährige Jubiläum der Kirche St. Wendalinus in Hirschfeld.
Die Geschichte der Kirche zeigt eindrucksvoll die enge Verbundenheit der Dorfgemeinschaft mit ihrem Gotteshaus. Trotz der Herausforderungen durch Reformation, Kriege und Krisenzeiten blieb sie stets ein lebendiger Mittelpunkt des Glaubenslebens. Über viele Generationen hinweg wurde sie mit großem Engagement erhalten, erneuert und getragen – ein sichtbares Zeichen von Zusammenhalt und gelebtem Glauben.
Der festliche Jubiläumsgottesdienst wurde von Dekan Lutz Schultz zelebriert. Mit ihm feierten die Konzelebranten Pater Kaycee, Pfarrer Benno Wiederstein, Pfarrer Heiner Schumacher sowie Diakon Clemens Fey. Unterstützt wurden die Zelebranten von Messdiener Aloscha Grübel aus Dillendorf‑Liederbach, der seinen Dienst mit großer Freude ausübt.
Für die musikalische Gestaltung sorgten der Musikverein Hirschfeld‑Wahlenau sowie der Organist der Pfarrei Kirchberg St. Michael, Hans‑Otto Braun, und verliehen der Feier einen besonders festlichen Rahmen.
Zu Beginn begrüßte Pater Kaycee die Gäste. Anschließend stellte Frau Christa Leinen die Geschichte der Kirche vor und erinnerte dankbar an die Priester, die in der Gemeinde gewirkt haben. Sie betonte dabei:
„Heute steht St. Wendalinus als ein lebendiges Zeichen unseres Glaubens, unseres Zusammenhalts und unserer Geschichte da. Jeder Pfarrer, der dieses Gotteshaus begleitet hat, hat es ein Stück weitergetragen. Und wir alle dürfen dankbar sein für das, was durch so viele Generationen hindurch bewahrt worden ist.“
Die Festpredigt hielt Pfarrer Wiederstein, der von 1986 bis 1995 in Hirschfeld tätig war. In seiner Ansprache machte er deutlich, dass die Kirche nicht nur ein Gebäude sei, sondern ein Ort von Heimat, Geborgenheit und lebendigem Glauben. Hier wird die Eucharistie gefeiert, hier versammelt sich die Gemeinde zum Gebet, hier erlebt sie Freude und Abschied gleichermaßen. Zugleich erinnerte er daran, dass Gott keinen festen Ort benötige, sondern dort gegenwärtig sei, wo Menschen im Glauben miteinander verbunden sind. Die Gemeinschaft selbst mache die Kirche zu einem „Herzen für diesen Ort“.
Zum Abschluss seiner Predigt überreichte Pfarrer Wiederstein der Gemeinde ein besonderes Geschenk: die geschnitzte Darstellung des heiligen Wendalinus, die er selbst zu seiner Verabschiedung erhalten hatte. Als Zeichen seiner tiefen Verbundenheit gab er sie an die Gemeinde zurück und ermutigte die Gläubigen, weiterhin auf Christus zu vertrauen und Hoffnung aus dem Glauben zu schöpfen.
Auch Dekan Schultz griff diesen Gedanken auf und bezeichnete die Anwesenden als die „lebendigen Steine der Kirche“. Nicht die Mauern allein, sondern die Menschen machten das Gotteshaus lebendig.
Die Küsterin und Helferin vor Ort, Frau Ute Sprengnöder, trug die Fürbitten vor.
Zum Abschluss des Gottesdienstes dankte Mathias Liesch, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, dem engagierten Team vor Ort in Hirschfeld für die Organisation des Jubiläums sowie für den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde.
Im Anschluss organisierten die Helfer vor Ort ein gemütliches Beisammensein im Pfarrsaal mit Kaffee und Kuchen. Bei schönem, sonnigem Wetter nutzten viele Gäste auch die Gelegenheit, draußen zusammenzusitzen und das Miteinander zu genießen.
Das Jubiläum war ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass die Kirche St. Wendalinus auch heute noch ein lebendiger Ort des Glaubens und der Gemeinschaft ist.

