Meine lieben Freunde,
die kommenden Wochen schenken uns eine Reihe von Festen, die unseren Glauben stärken und uns als Gemeinschaft enger verbinden.
Der Muttertag lädt uns ein, dankbar auf alle Mütter zu schauen. Aus meiner eigenen Herkunft in Nigeria ist mir besonders bewusst, welch zentrale Rolle Mütter in Familie und Gesellschaft spielen. Oft tragen sie das Leben eines ganzen Hauses im Gebet, in Geduld und in stiller Stärke. So erinnern wir uns an diesem Tag an alle Frauen, die Leben schenken, begleiten und mit großer Treue Verantwortung tragen.
An Christi Himmelfahrt feiern wir, dass Christus zum Vater heimkehrt und uns dennoch nicht verlässt. Er bleibt seiner Kirche nahe, auch wenn er unseren Augen entzogen ist. Dieses Fest richtet unseren Blick neu auf das Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist. Die Tradition der Gottesdienste im Freien macht deutlich: Der Glaube gehört mitten in unsere Welt.
Pfingsten führt uns zum Ursprung der Kirche. Der Heilige Geist überwindet Grenzen, schenkt Verständigung und stärkt den Mut zum Zeugnis. Was in Jerusalem begann, bleibt auch heute lebendig: Kirche entsteht immer neu dort, wo Menschen sich von Gottes Geist bewegen lassen und einander als Schwestern und Brüder annehmen.
Das Fronleichnamsfest, das wir in diesem Jahr gemeinsam mit Weihbischof Robert Brahm feiern, macht diesen Glauben sichtbar. Christus geht mit seinem Volk durch unsere Straßen. In der Prozession wird deutlich: Unser Glaube bleibt nicht im Kirchenraum, sondern will das Leben durchdringen. Altäre unterwegs, Gesang und Gebet bezeugen: Gott ist mitten unter uns auf dem Weg.
Möge diese Zeit uns als Glaubensgemeinschaft stärken und unsere Herzen öffnen für Gottes Nähe und füreinander.
Mit herzlichen Grüßen
Pater Kaycee




